OGÉR JournalSaisonratgeberLesezeit 10 Min.
Der erste Morgen, an dem ein Sakko allein nicht mehr genügt, kommt jedes Jahr unangekündigt. In diesem Jahr fällt er mit dem Beginn von Fall Winter 26 zusammen. Wer jetzt seine Garderobe überdenkt, muss nicht alles ersetzen. Drei Stücke entscheiden, wie Sie durch den Winter kommen: die Winterjacke, das Sakko und die Jeans. Zusammen bilden sie das Gerüst dessen, was bei OGÉR Luxury Business Casual heißt: gepflegt genug für den Vorstand, entspannt genug für einen Sonntag in der Stadt.
I. Fall Winter 26 und der Kurs zu Luxury Business Casual
Die Herrenmode hat in den vergangenen Jahren eine stille Verschiebung erlebt. Der Anzug ist nicht verschwunden, aber er ist nicht mehr die einzige Antwort auf die Frage, was ein Mann zur Arbeit trägt. OGÉR, seit mehr als dreißig Jahren in Herrenmode und Maßanfertigung tätig, ist dieser Bewegung bewusst gefolgt: von Formalwear zu Luxury Business Casual.
Im erneuerten Flagship-Store in der P.C. Hooftstraat in Amsterdam ist dieser Kurs in den Raum übersetzt: rechts der Business-Casual-Bereich, links Luxury Casual mit vollständig handgefertigten Marken. Brunello Cucinelli, Mandelli, Marco Pescarolo, Corneliani, Jacob Cohën und Santoni sind Teil dieses Konzepts.
„Neben den Maßanzügen hat sich das Sortiment durch das Arbeiten von zu Hause weiter zu einer luxuriöseren Casual-Kollektion entwickelt, mit luxuriösen Stoffen und mehr Tragekomfort.“
Sander Lusink, Brand Director OGÉR (aus dem Niederländischen übersetzt)
Für diesen Winter heißt das: weniger Stücke, die nur eines können, mehr Stücke, die vom Büro zum Dinner und vom Dinner ins Wochenende gehen. Ein Kaschmirmantel, der über dem Anzug und über dem Rollkragenpullover funktioniert. Ein Sakko ohne Schulterpolster, das zur Flanellhose ebenso gut aussieht wie zur dunklen Jeans. Die neuen Stücke finden Sie in der Kollektion Fall Winter 26.
II. Winterjacke Herren: fünf Typen, fünf Charaktere
Wer ‚Winterjacke Herren‘ sagt, meint in Wirklichkeit fünf sehr unterschiedliche Modelle. Jedes hat seinen eigenen Anlass, seinen eigenen Temperaturbereich und sein eigenes Verhältnis zu dem, was Sie darunter tragen.
Der Overcoat
Der Overcoat ist der lange, elegant geschnittene Mantel, der bis über das Knie reicht, einreihig oder zweireihig, aus schwerer Wolle oder Kaschmir. Er ist dafür gemacht, über dem Anzug getragen zu werden, und hat daher großzügige Schultern und ein weites Armloch. Bei einem Geschäftstermin oder einem Abend in der Stadt strahlt kein Mantel mehr Autorität aus.
Der Wintermantel aus Wolle
Der Wollmantel ist der kürzere, vielseitigere Verwandte des Overcoats: am oder knapp über dem Knie, oft schlanker geschnitten, manchmal mit Stehkragen statt Revers. Der Mantel aus Kaschmir von Mandelli ist ein Beispiel dafür: eine minimalistische Silhouette mit Stehkragen und Knopfverschluss, über dem Anzug ebenso gut wie über dem Rollkragenpullover. Wer einen Wintermantel sucht, der fast alles kann, beginnt hier.
Die Daunenjacke
Eine Daunenjacke isoliert mit einer Daunenfüllung, die in Kammern eingeschlossen ist. Je mehr ruhende Luft die Daune hält, desto wärmer ist die Jacke bei gleichem Gewicht. Die luxuriöse Daunenjacke ist längst keine Skijacke mehr. Die gesteppte Daunenjacke von Moorer ist mit Gänsedaunen gefüllt und hat einen bi-elastischen, wasserabweisenden Oberstoff, einen doppelten Verschluss mit Reißverschluss und Hornknöpfen sowie gestrickte, winddichte Bündchen.
Der Parka und die Steppjacke
Der Parka stammt aus dem Militär und von der Polarexpedition: lang genug, um die Hüften zu bedecken, mit großen Taschen, oft mit Kapuze und einer Blende über dem Reißverschluss. In der Stadt ist er die Jacke für Wind und Regen. Dass ein Parka auch elegant sein kann, zeigt der Parka von Corneliani aus Wolle und Kaschmir, mit Stehkragen, Reißverschluss mit Windschutzblenden und Pattentaschen, gedacht zum Tragen über Anzug oder Sakko. Die Steppjacke ist leichter gefüttert und damit die Jacke für die Übergangsmonate.
III. Wolle, Kaschmir, Daune oder technischer Stoff
Wolle ist die klassische Wahl, und das nicht ohne Grund. Die Faser speichert Luft, isoliert auch in feuchtem Zustand und erholt sich nach dem Tragen von Knitterfalten. Dicht gewebte, schwere Wollstoffe halten Wind besser ab als eine lockere Webart.
Kaschmir, die Unterwolle der Kaschmirziege, ist feiner und leichter als Schafwolle und isoliert bei geringerem Gewicht. Es fällt geschmeidiger und fühlt sich weicher an, verlangt aber Pflege: Bürsten Sie einen Kaschmirmantel nach dem Tragen und lassen Sie ihn auf einem breiten Bügel ruhen. Eine Mischung aus Wolle und Kaschmir verbindet die Robustheit des einen mit der Weichheit des anderen.
Daune bietet die meiste Wärme bei geringstem Gewicht. Technische Oberstoffe ergänzen Schutz vor Regen und Bewegungsfreiheit. Die interessantesten Jacken dieser Saison vereinen beide Welten: eine technische Außenseite mit klassischem Schnitt oder Wolle und Kaschmir in einem funktionalen Modell. Die gesamte Auswahl finden Sie unter Winterjacken für Herren bei OGÉR.
IV. Winterjacke nach Anlass und Temperatur wählen
Die Frage ist selten, welche Jacke die schönste ist, sondern welche zu Ihrer Woche passt. Die Tabelle gibt eine Orientierung. Die Temperaturen sind Richtwerte: Wind, Regen und das, was Sie darunter tragen, machen immer einen Unterschied.
| Typ | Anlass | Material | Temperatur | Über dem Sakko |
|---|---|---|---|---|
| Overcoat | Büro, Abend, Geschäftstermine | Schwere Wolle, Kaschmir | ca. 0 bis 10 °C | Ja, dafür gemacht |
| Wintermantel | Büro, Stadt, Dinner | Wolle, Kaschmir, Wolle-Kaschmir | ca. 0 bis 10 °C | Ja, bei genug Raum in den Schultern |
| Daunenjacke | Wochenende, Reisen, Frost | Daune mit technischem Oberstoff | unter 0 bis ca. 5 °C | Eingeschränkt; besser über Strick |
| Parka | Stadt, Pendeln, Wind und Regen | Technischer Stoff, Wolle-Kaschmir | ca. 0 bis 8 °C | Oft ja; auf die Länge achten |
| Steppjacke | Übergangszeit, casual | Leichte Füllung, technischer Stoff | ca. 5 bis 12 °C | Nur über einem unstrukturierten Sakko |
Passform: die Winterjacke über dem Sakko
Eine Winterjacke, die Sie über einem Sakko tragen, probieren Sie auch mit diesem Sakko darunter an. Achten Sie auf vier Punkte. Die Schultern: Die Naht der Jacke liegt knapp außerhalb der Sakkonaht, ohne dass der Stoff spannt. Das Armloch: Sie können die Arme nach vorn strecken, ohne dass das Sakko nach oben rutscht. Der Ärmel: Er bedeckt den Sakkoärmel vollständig und fällt knapp über das Handgelenk. Die Länge: Die Jacke fällt über den Saum des Sakkos. Ein Sakko, das unter einer kurzen Jacke hervorschaut, bricht die Linie.
Sie schwanken zwischen Mantel und Daunenjacke oder zwischen zwei Größen? Probieren Sie beides in einem Store an, mit Ihrem eigenen Sakko darunter. Die Personal Advisors von OGÉR helfen Ihnen in Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Antwerpen. Alle Adressen finden Sie in der Übersicht der OGÉR-Stores.
V. Sakko Herren: strukturiert oder unstrukturiert
Das Sakko prägt Business Casual wie kein anderes Stück, und der Unterschied, auf den es ankommt, liegt im Inneren. Ein strukturiertes Sakko hat Schulterpolster, ein volles Futter und eine Einlage aus Rosshaar oder Canvas, die die Brust formt. Es wirkt streng und formell und gehört zum Anzug.
Ein unstrukturiertes Sakko lässt das weitgehend weg: wenig oder kein Schulterpolster, Halbfutter oder gar kein Futter, eine leichtere Verarbeitung im Inneren. Es fällt fast wie ein Hemd und bewegt sich mit. Damit ist es das natürliche Sakko für Business Casual. Das Glencheck-Sakko von Brunello Cucinelli aus Schurwolle und Kaschmir mit leichter Konstruktion zeigt, wie entspannt ein klassisches Dessin wirken kann.
Flanell, Tweed, Kaschmir und Jersey
Im Winter zählt der Stoff doppelt. Flanell ist angeraute Wolle mit weicher, matter Optik; in Grau oder Braun ist er der vielseitigste Winterstoff. Tweed ist fester und gröber, mit ländlicher Herkunft und einem Charakter, der auffallend gut zu Denim passt. Kaschmir verleiht einem Sakko einen weichen Fall und einen tiefen Glanz. Jersey- und Strick-Sakkos sind die bequemste Variante: Der Strickblazer von Lardini ist aus extrafeiner Merinowolle in einer 12-Gauge-Struktur gestrickt, mit natürlichem Stretch. Ein Fischgrätmuster, wie beim Lardini Sakko aus Wolle und Seide mit aufgesetzten Taschen, bringt Struktur ohne Unruhe.
Sakko oder Blazer: Was ist der Unterschied?
Im Alltag werden Sakko und Blazer oft gleichbedeutend verwendet. Genau genommen ist ein Blazer eine einzelne Jacke mit sportlicher oder maritimer Herkunft, klassisch in Marineblau mit Metallknöpfen. Sakko ist der weitere Begriff: jede einzelne Jacke, die nicht zu einem Anzug gehört, in jedem Stoff und jeder Farbe. Jeder Blazer ist also ein Sakko, aber nicht jedes Sakko ein Blazer. Die gesamte Auswahl finden Sie unter Sakkos für Herren bei OGÉR.
Sakko zur Jeans oder zur Stoffhose
Mit einer Hose aus Flanell oder Wolle bauen Sie die formelle Seite von Business Casual auf, geeignet für Büro und Geschäftsessen. Mit Jeans verschiebt sich der Akzent ins Entspannte, und dann entscheidet das Sakko. Wählen Sie Struktur: Flanell, Tweed, Fischgrät oder ein Strick-Sakko. Lassen Sie das Sakko Ihres Anzugs im Schrank; glatter, glänzender Kammgarn wirkt neben Denim, als fehle die passende Hose. Wer ein Sakko in genau dem Stoff und Dessin möchte, das zu seiner Garderobe passt, findet es bei der Maßanfertigung von OGÉR: Anzüge, Sakkos und Hemden nach Maß, mit Auswahl aus den feinsten italienischen Stoffen.
VI. Jeans Herren: die stille Basis von Business Casual
In der Herrengarderobe ist die Jeans von der Freizeitkleidung an den Platz zwischen Chino und Stoffhose gerückt. Je dunkler und gleichmäßiger die Waschung, desto formeller lässt sich die Jeans kombinieren. Für das Büro mit Sakko wählen Sie Dunkelblau ohne Used-Effekte, mit schmalem, aber nicht engem Bein. Die Bard Jeans von Jacob Cohën aus Stretch-Denim mit dunkelblauer Waschung ist genau dafür gemacht. Am Wochenende darf die Jeans mehr Charakter zeigen, etwa die 5-Pocket-Jeans von Brunello Cucinelli aus japanischem Denim aus reiner Baumwolle, mit leicht hohem Bund.
Die Auswahl finden Sie unter Jeans für Herren und in der Kollektion von Jacob Cohën.
VII. Drei Looks für Fall Winter 26: Büro, Wochenende und Abend
Eine Winterjacke, ein Sakko, eine Jeans: So wirken sie in drei Situationen zusammen.
Büro
Der Kaschmirmantel von Mandelli, das Glencheck-Sakko von Brunello Cucinelli, ein weißes oder hellblaues Hemd und die Bard Jeans von Jacob Cohën in Dunkelblau. Braune Wildlederschuhe halten das Ganze warm im Ton. Der Mantel bedeckt das Sakko vollständig und gibt der Silhouette die Ruhe, die eine Besprechung verdient.
Wochenende
Die Daunenjacke von Moorer, der Strickblazer von Lardini über einem Rollkragenpullover aus der Kollektion Knitwear und die 5-Pocket-Jeans von Brunello Cucinelli. Ein Strick-Sakko unter der Daunenjacke knittert nicht und trägt sich wie eine Strickjacke; der Rollkragen macht die Krawatte überflüssig. Wildlederstiefel runden den Look ab.
Abend
Der Parka von Corneliani aus Wolle und Kaschmir, das Lardini Sakko aus Wolle und Seide, ein feingestricktes Polo und die Nick Jeans von Jacob Cohën in Navy. Für ein Dinner in der Stadt ist das die Kombination, die gepflegt wirkt, ohne die Steifheit eines Anzugs. Soll es formeller sein, tauschen Sie die Jeans gegen eine Flanellhose; der Rest bleibt.
The edit · Fall Winter 26
Zur Kollektion
MandelliMantel aus Kaschmir
MoorerGesteppte Daunenjacke mit wasserabweisender Ausrüstung
CornelianiEdler Parka aus Wolle und Kaschmir
Brunello CucinelliGlencheck-Sakko aus Schurwolle und Kaschmir
LardiniSakko aus Wolle-Seide
LardiniStrickblazer aus Wolle
Jacob CohënBard Jeans aus Baumwoll-Stretch
Brunello Cucinelli5-Pocket-Jeans aus Baumwolle
Jacob CohënNick Jeans aus Baumwolle
Häufige Fragen
Welche Winterjacke für Herren ist am wärmsten?
Bei gleichem Gewicht ist die Daunenjacke die wärmste Winterjacke, weil Daune viel ruhende Luft speichert. Um und unter dem Gefrierpunkt ist eine Daunenjacke oder ein gut gefütterter Parka die logische Wahl; ein Mantel aus schwerer Wolle oder Kaschmir reicht bis etwa zum Gefrierpunkt.
Kann man eine Winterjacke über dem Sakko tragen?
Ja, sofern die Jacke weit genug ist. Die Schulternaht der Jacke liegt knapp außerhalb der Sakkonaht, das Armloch lässt Bewegung zu, der Ärmel bedeckt den Sakkoärmel und die Jacke fällt über den Saum des Sakkos. Probieren Sie eine Winterjacke deshalb immer mit Sakko darunter an.
Was ist der Unterschied zwischen Sakko und Blazer?
Ein Sakko ist jede einzelne Jacke, die nicht zu einem Anzug gehört. Ein Blazer ist eine bestimmte Art von Sakko mit sportlicher oder maritimer Herkunft, klassisch marineblau mit Metallknöpfen. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleichbedeutend verwendet.
Kann man ein Sakko zur Jeans tragen?
Ja. Wählen Sie eine dunkle, gleichmäßige Jeans und ein Sakko mit Struktur, etwa aus Flanell, Tweed, Fischgrät oder Strick. Ein unstrukturiertes Sakko funktioniert besser als das strukturierte Sakko eines Anzugs.
Welcher Wintermantel passt ins Büro?
Ein Mantel aus Wolle oder Kaschmir oder ein Overcoat ist für das Büro die vielseitigste Wahl: Er passt über den Anzug und über ein Sakko mit Stoffhose oder Jeans. Bei Wind und Regen ist ein eleganter Parka aus Wolle und Kaschmir eine Alternative.
Wo kann man Winterjacken und Sakkos von OGÉR anprobieren?
In den vier OGÉR-Stores in Amsterdam (P.C. Hooftstraat), Rotterdam (Kruiskade), Den Haag und Antwerpen (Lange Gasthuisstraat). Dort helfen Personal Advisors bei Größe und Kombination. Sakkos nach Maß sind über die Maßanfertigung möglich; einen Termin vereinbaren Sie auf oger.nl unter Maßanfertigung.
Verfasst vom OGÉR Editor in Chief